Arbeitspakete

Das Projekt Ko-HAF gliedert sich in fünf Arbeitspakete:

AP1
Umfelderfassung und -repräsentation im Backend
(Safety Server)

AP1 Umfelderfassung und -repräsentation im Backend (Safety Server)

AP2
Lokalisierung und statisches Umfeldmodell
(Fahrzeug)

AP2 Lokalisierung und statisches Umfeldmodell (Fahrzeug)

AP3
Kooperative Fahrzeugführung und kontrollierbare Automation

AP3 Kooperative Fahrzeugführung und kontrollierbare Automation

AP4
Funktionsentwicklung für Normal- und Notbetrieb

AP4 Funktionsentwicklung für Normal- und Notbetrieb

AP5
Absicherung und Erprobung

AP5 - Absicherung und Erprobung

Das Forschungsprojekt Ko-HAF

Das Projekt Ko-HAF zielt auf den nächsten wesentlichen Schritt in Richtung autonomes Fahren, das hochautomatisierte Fahren bei höheren Geschwindigkeiten. Diese Systeme der nächsten Generation sind dadurch charakterisiert, dass sie der Fahrer nicht mehr dauerhaft überwachen muss. Er muss jedoch in der Lage sein, die Steuerung nach Aufforderung mit einer gewissen Zeitreserve zu übernehmen.

Während die erste Generation des hochautomatisierten Fahrens (HAF) den niedrigsten und niedrigen Geschwindigkeitsbereich in einfachen Verkehrssituationen wie dem Autobahnstau auf Basis bordautonomer Sensorik adressiert, soll die zweite, in diesem Vorhaben im Mittelpunkt stehende Generation, den höheren Geschwindigkeitsbereich auf gut ausgebauter Verkehrsinfrastruktur beherrschen, um für diesen Verkehrsbereich Sicherheit, Verkehrseffizienz und Komfort zu erreichen.

Ergebnisse des Forschungsprojekts Ko-HAF   Abschlusspräsentation

Projektziel

Soll sich der Fahrer zukünftig auch über einen längeren Zeitraum von der Fahraufgabe abwenden können, um sich anderen Tätigkeiten wie bspw. E-Mails schreiben zu widmen, ist – neben der Klärung rechtlicher Fragestellungen – noch ein deutlicher technischer Innovationsschub erforderlich. Ausgehend von der These, dass ein Mensch ca. zehn Sekunden benötigen wird, um sich von einer anderen Tätigkeit wieder der Fahraufgabe zuzuwenden, ist es notwendig, dass ein Fahrzeug Umfeld und Verkehrssituation mindestens für diesen Zeitraum erkennen und richtig einschätzen muss. Dazu muss die Vorausschau für die Umfelderfassung drastisch erhöht werden, d.h. es sind über die vorhandenen Karten- und Sensordaten hinaus weitere Informationen notwendig.

Hier setzt das Projekt Ko-HAF an und erforscht mit dem sogenannten Safety Server eine Backend-Lösung. Die Fahrzeuge unterschiedlicher Partner kommunizieren über Mobilfunk mit diesem Safety Server und speisen die Umfeldwahrnehmung ihrer eigenen Onboard-Sensorik wie etwa Präsenz und Qualität von Spurmarkierungen oder Objekte auf der Fahrbahn ein. Im Safety Server werden im Sinne einer kollektiven Wahrnehmung diese Informationen gesammelt, ausgewertet und verdichtet, sodass den Fahrzeugen dann wiederum eine angereicherte digitale Karte zur Verfügung gestellt werden kann, die der für hochautomatisiertes Fahren benötigten Vorausschaureichweite Rechnung trägt.

Weitere Aufgabenstellungen des Projekts Ko-HAF ergeben sich aus

  • der präzisen Eigenlokalisierung, die für die Fusion der vom Safety Server bereit gestellten Informationen mit den von der eigenen Fahrzeugsensorik ermittelten Daten notwendig ist,
  • der Einbindung des Fahrers in das hochautomatisierte System,
  • den Funktionserweiterungen für hochautomatisiertes Fahren einschließlich des Notbetriebs sowie
  • der Absicherung und Erprobung des Gesamtsystems.

Ko-HAF Lösungsansatz

Die besonderen Herausforderungen von Ko-HAF ergeben sich aus

  • der benötigten hohen Vorausschaureichweite der Umfeldwahrnehmung (der Ko-HAF Lösungsansatz so genannter kollektiver Perzeption basiert auf der Kommunikation der Fahrzeuge mit dem so genannten Safety Server),
  • der erforderlichen präzisen Eigenlokalisierung im Fahrzeug zur Fusion der über die eigene Fahrzeugsensorik ermittelten Daten mit den über den Safety Server bereit gestellten Informationen,
  • der Einbindung des Fahrers in das hochautomatisierte System (der Lösungsansatz besteht in einer Mensch-Maschine-Schnittstelle, die für Mode Awareness beim Fahrer und für eine vorausschauende und sicherere Fahrweise sorgt),
  • den Funktionserweiterungen für hochautomatisiertes Fahren einschließlich des Notbetriebs sowie aus
  • der Absicherung und Erprobung des Gesamtsystems.